Ausschlussdiät beim Hund: So findest du den Übeltäter im Futter - Howly Bowly

Ausschlussdiät beim Hund: So findest du den Übeltäter im Futter

4. Mai 2026

Die Ausschlussdiät ist ein systematischer Fünf-Schritte-Plan für Hundehalter:innen, um herauszufinden, welche Futterbestandteile Symptome wie Juckreiz, Durchfall oder Hautprobleme beim Hund auslösen. Dabei wird über sechs bis acht Wochen nur eine unbekannte Protein- und Kohlenhydratquelle gefüttert, bevor einzelne Zutaten gezielt wieder eingeführt werden, um den konkreten Auslöser der Futtermittelunverträglichkeit zu identifizieren.

Kernaussagen

  • Eine Ausschlussdiät beim Hund basiert auf einer einzigen, bisher unbekannten Proteinquelle wie Pferd, Wild oder Lamm kombiniert mit einer verträglichen Kohlenhydratquelle – über mindestens sechs bis acht Wochen ohne jegliche Leckerlis oder Zusatzfutter.
  • Symptome einer Futtermittelunverträglichkeit beim Hund wie Durchfall, Blähungen, Ohrenentzündungen oder Hautreizungen treten oft zeitverzögert auf, weshalb ein wahlloser Futterwechsel keine verlässliche Diagnose ermöglicht.
  • Ein konsequent geführtes Ernährungstagebuch, das Futter, Symptome, Kotbeschaffenheit und Allgemeinbefinden dokumentiert, ist das wichtigste Werkzeug für eine erfolgreiche Ausschlussdiät.
  • Die Futterumstellung sollte schrittweise über sieben Tage erfolgen, um den bereits gereizten Magen-Darm-Trakt des Hundes nicht zusätzlich zu belasten.
  • Nach der symptomfreien Phase werden einzelne Zutaten im Abstand von zwei Wochen gezielt wieder eingeführt, um den konkreten Auslöser der Unverträglichkeit eindeutig zu identifizieren.

Das kennst du vielleicht: Alles dreht sich ums Futter – und nichts wird besser

Dein Hund kratzt sich ständig, sein Bauch grummelt hörbar nach jeder Mahlzeit, und der Durchfall will einfach nicht aufhören. Du hast schon drei verschiedene Futtersorten ausprobiert, Leckerlis gewechselt, gegoogelt bis spät in die Nacht – und trotzdem wird es nicht besser. Das ist frustrierend. Und du bist damit nicht allein.

Viele Hundehalter:innen stehen genau an diesem Punkt: Sie spüren, dass etwas im Futter nicht stimmt, wissen aber nicht, welcher Inhaltsstoff das Problem auslöst. Die gute Nachricht? Es gibt einen bewährten, systematischen Weg, um genau das herauszufinden – die sogenannte Ausschlussdiät. Und mit der richtigen Anleitung kannst du heute noch damit beginnen.

Was hinter den Symptomen stecken kann

Durchfall, Blähungen, wiederkehrende Ohrenentzündungen, stumpfes Fell oder gerötete Hautstellen – all das können Anzeichen dafür sein, dass dein Hund bestimmte Futterbestandteile nicht verträgt. Häufig sind es Proteinquellen wie Rind oder Huhn, manchmal aber auch Getreide, bestimmte Zusatzstoffe oder sogar Füllstoffe, die in vielen handelsüblichen Futtersorten stecken.

Das Tückische: Eine Unverträglichkeit zeigt sich nicht immer sofort. Manchmal dauert es Tage, bis der Körper reagiert. Deshalb bringt es wenig, einfach wahllos das Futter zu wechseln. Was du brauchst, ist ein Plan.

Die Ausschlussdiät: Dein Fahrplan in fünf Schritten

Schritt 1 – Bestandsaufnahme machen

Bevor du irgendetwas änderst, schreib auf, was dein Hund aktuell frisst. Und zwar wirklich alles: Hauptfutter, Leckerlis, Kauartikel, das Stückchen Käse vom Frühstückstisch. Notiere außerdem die Symptome und wann sie auftreten. Dieses Ernährungstagebuch wird in den nächsten Wochen dein wichtigstes Werkzeug.

Schritt 2 – Eine einzige Proteinquelle wählen, die dein Hund noch nie hatte

Das Herzstück der Ausschlussdiät ist radikal einfach: Du fütterst deinem Hund für mindestens sechs bis acht Wochen nur eine Proteinquelle und eine Kohlenhydratquelle, die er bisher nicht kannte. Warum? Weil sein Körper gegen etwas Unbekanntes noch keine Reaktion entwickelt haben kann.

Bewährte Kombinationen für empfindliche Hunde sind zum Beispiel:

  • Pferd + Kartoffel – sehr gut verträglich und selten in herkömmlichem Futter enthalten
  • Wild + Süßkartoffel – nährstoffreich und leicht verdaulich
  • Lamm + Reis – ein Klassiker, allerdings nur geeignet, wenn dein Hund bisher kein Lamm bekommen hat

Wichtig: Während der Ausschlussphase gibt es wirklich nichts anderes. Keine Leckerlis, keine Kauartikel, kein Happen vom Tisch. Jede zusätzliche Zutat kann das Ergebnis verfälschen.

Schritt 3 – Schonend umstellen statt radikal wechseln

Ein abrupter Futterwechsel kann den ohnehin gereizten Magen zusätzlich belasten. Plane deshalb eine Übergangsphase von etwa sieben Tagen ein:

  • Tag 1 bis 2: 75 % altes Futter, 25 % neues Futter
  • Tag 3 bis 4: 50 % altes Futter, 50 % neues Futter
  • Tag 5 bis 6: 25 % altes Futter, 75 % neues Futter
  • Ab Tag 7: 100 % neues Futter

Beobachte deinen Hund in dieser Phase genau. Leichte Veränderungen im Stuhlgang sind anfangs normal. Wenn sich die Symptome aber deutlich verschlechtern, sprich mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.

Schritt 4 – Sechs bis acht Wochen durchhalten und dokumentieren

Jetzt beginnt die eigentliche Testphase – und sie erfordert Geduld. Manche Hunde zeigen schon nach zwei Wochen eine deutliche Verbesserung, bei anderen dauert es sechs Wochen oder länger, bis die Haut sich beruhigt oder der Darm zur Ruhe kommt.

Führe dein Ernährungstagebuch konsequent weiter. Notiere täglich:

  • Konsistenz und Häufigkeit des Kots
  • Hautzustand (Rötungen, Juckreiz, Schuppen)
  • Allgemeinbefinden und Energielevel
  • Eventuelle Ausrutscher (ja, auch das Stückchen Wurst von Oma zählt)

Wenn sich die Symptome in dieser Zeit deutlich bessern, hast du einen starken Hinweis darauf, dass der Auslöser im bisherigen Futter lag. Wenn sich nichts verändert, könnte die Ursache woanders liegen – dann ist ein Tierarztbesuch der nächste logische Schritt.

Schritt 5 – Einzelne Zutaten gezielt wieder einführen

Sobald dein Hund symptomfrei ist, beginnt die spannendste Phase: Du führst alle zwei Wochen eine einzelne neue Zutat ein. Zum Beispiel erst Huhn, dann Rind, dann Weizen. Reagiert dein Hund auf eine bestimmte Zutat mit den alten Symptomen, hast du den Übeltäter gefunden.

Dieses Vorgehen klingt aufwendig – und ja, es braucht Zeit. Aber es ist der zuverlässigste Weg, um wirklich zu verstehen, was dein Hund verträgt und was nicht.

Dein Beispiel-Wochenplan für den Start

Damit du nicht vor einem leeren Blatt sitzt, hier ein Orientierungsplan für einen mittelgroßen Hund (ca. 15 kg) mit der Kombination Pferd und Kartoffel:

Tägliche Gesamtmenge: ca. 400–450 g, aufgeteilt auf zwei Mahlzeiten.

Morgens: 120 g gekochtes Pferdefleisch + 80 g gekochte Kartoffel (geschält), ein kleiner Schuss hochwertiges Lachsöl.

Abends: 120 g gekochtes Pferdefleisch + 80 g gekochte Kartoffel, ergänzt durch eine kleine Menge pürierte Zucchini oder Karotte (ca. 30 g) für die Ballaststoffe.

Diese Mengen sind Richtwerte. Der tatsächliche Bedarf deines Hundes hängt von Alter, Gewicht, Aktivitätslevel und Gesundheitszustand ab. Genau hier lohnt sich eine individuelle Berechnung – denn zu wenig Futter bedeutet Mangelversorgung, zu viel belastet den Verdauungstrakt unnötig.

Wenn Selberkochen an seine Grenzen stößt

Seien wir ehrlich: Sechs bis acht Wochen lang täglich frisch kochen, Nährstoffe im Blick behalten und Mengen exakt abwiegen – das ist ein echtes Projekt. Viele Hundehalter:innen starten motiviert und merken nach zwei Wochen, dass der Alltag dazwischenfunkt.

Genau für solche Situationen gibt es Lösungen wie die frisch gegarten Feinschlecker-Bowls von Howly Bowly. Die Rezepte werden individuell auf deinen Hund abgestimmt – basierend auf Alter, Gewicht, Energielevel und bestehenden Einschränkungen. Keine Aromen, keine Füllstoffe, keine Konservierungsstoffe. Einfach echte Zutaten, schonend zubereitet und portionsgenau berechnet. Du gibst die Daten deines Hundes ein, erhältst ein passendes Menü und bekommst alles regelmäßig nach Hause geliefert.

Das nimmt dir nicht die Verantwortung für die Beobachtung ab – aber es nimmt dir den Stress der Zubereitung. Und es stellt sicher, dass dein Hund trotz eingeschränkter Zutatenauswahl optimal versorgt ist.

Dein nächster Schritt

Du musst nicht alles auf einmal perfekt machen. Aber fang an. Heute. Schnapp dir einen Zettel, schreib auf, was dein Hund aktuell frisst, und überleg, welche Proteinquelle er noch nie hatte. Damit ist der erste Schritt getan.

Und wenn du dir bei der Bedarfsberechnung oder der richtigen Zusammenstellung unsicher bist: Starte die individuelle Bedarfsanalyse bei Howly Bowly und lass dir ein Menü empfehlen, das zu deinem Hund passt. Weil echte Fürsorge damit anfängt, genau hinzuschauen – und dann zu handeln.

Häufige Fragen zum Thema

Wie lange dauert es, bis ich bei einer Ausschlussdiät erste Verbesserungen bei meinem Hund sehe?

Manche Hunde zeigen bereits nach zwei Wochen eine deutliche Besserung, bei anderen kann es sechs bis acht Wochen dauern, bis sich Haut und Verdauung beruhigen. Besonders Hautsymptome wie Juckreiz und Rötungen brauchen oft länger als Verdauungsprobleme. Deshalb ist es wichtig, die Diät konsequent über den gesamten Zeitraum durchzuhalten und die Veränderungen täglich in einem Ernährungstagebuch zu dokumentieren.

Darf mein Hund während der Ausschlussdiät wirklich gar keine Leckerlis oder Kauartikel bekommen?

Nein, während der Ausschlussphase darf dein Hund ausschließlich die gewählte Protein- und Kohlenhydratquelle fressen – keine Leckerlis, keine Kauartikel und auch keine Reste vom Tisch. Jede zusätzliche Zutat kann das Ergebnis verfälschen und die gesamte Testphase zunichtemachen. Wenn du Belohnungen beim Training brauchst, kannst du kleine Stücke des erlaubten Fleisches oder der erlaubten Kohlenhydratquelle verwenden.

Woher weiß ich, welche Proteinquelle ich für die Ausschlussdiät wählen soll?

Wähle eine Proteinquelle, die dein Hund bisher noch nie gefressen hat, da sein Körper dagegen noch keine Unverträglichkeit entwickelt haben kann. Bewährte Optionen sind zum Beispiel Pferd, Wild oder Känguru, da diese selten in herkömmlichem Hundefutter vorkommen. Schau dir dazu genau die Zutatenlisten aller bisherigen Futtersorten und Leckerlis an – oft verstecken sich Proteinquellen wie Huhn oder Rind auch in Snacks und Kauartikeln.

Kann ich das Futter bei einer Ausschlussdiät von einem Tag auf den anderen komplett umstellen?

Ein abrupter Futterwechsel wird nicht empfohlen, da er den ohnehin gereizten Magen-Darm-Trakt zusätzlich belasten kann. Plane stattdessen eine Übergangsphase von etwa sieben Tagen ein, in der du das alte Futter schrittweise reduzierst und das neue Futter langsam steigerst. So kann sich die Verdauung deines Hundes schonend an die neue Nahrung gewöhnen.

Wie finde ich heraus, welche konkrete Zutat mein Hund nicht verträgt, wenn es ihm mit der Ausschlussdiät besser geht?

Sobald dein Hund symptomfrei ist, führst du alle zwei Wochen eine einzelne neue Zutat wieder ein – zum Beispiel erst Huhn, dann Rind, dann Weizen. Reagiert dein Hund auf eine bestimmte Zutat mit den alten Symptomen wie Juckreiz oder Durchfall, hast du den Auslöser identifiziert. Dieses schrittweise Vorgehen ist zwar zeitaufwendig, aber der zuverlässigste Weg, um eine klare Zuordnung zu treffen.

Ist mein Hund während der Ausschlussdiät mit nur einer Proteinquelle und einer Kohlenhydratquelle ausreichend versorgt?

Eine stark eingeschränkte Diät kann über mehrere Wochen zu einer Unterversorgung mit bestimmten Nährstoffen führen, wenn die Mengen und Zusammensetzung nicht sorgfältig berechnet werden. Deshalb ist es wichtig, den individuellen Bedarf deines Hundes basierend auf Alter, Gewicht und Aktivitätslevel genau zu ermitteln. Ergänzungen wie hochwertiges Lachsöl und kleine Mengen verträgliches Gemüse können helfen, die Nährstoffversorgung zu verbessern. Bei Unsicherheiten solltest du eine tierärztliche Beratung oder eine professionelle Bedarfsanalyse in Anspruch nehmen.

Woran erkenne ich, ob die Symptome meines Hundes wirklich eine Futterunverträglichkeit sind oder etwas anderes dahintersteckt?

Typische Anzeichen einer Futterunverträglichkeit sind wiederkehrender Durchfall, Blähungen, Hautjucken, Ohrenentzündungen oder stumpfes Fell – besonders wenn sie chronisch auftreten und sich mit Futterwechseln verändern. Wenn sich die Symptome trotz konsequent durchgeführter Ausschlussdiät über sechs bis acht Wochen nicht bessern, liegt die Ursache wahrscheinlich woanders. In diesem Fall ist ein Tierarztbesuch der nächste wichtige Schritt, um andere Erkrankungen wie Allergien, Parasiten oder organische Probleme auszuschließen.

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