- Bei Futtermittelunverträglichkeit ist das Ziel der Futterumstellung, Verdauung, Haut/Fell, Energie und Stimmung deines Hundes zu stabilisieren und Nährstoffdefizite zu vermeiden.
- Die Umstellung erfolgt sanft über 7–10 Tage (bei sehr sensiblen Hunden 2–3 Wochen) mit schrittweise steigendem Anteil des neuen Futters, während die Gesamt-Tagesportion konstant bleibt.
- Konsequentes, kurzes Symptom-Tracking (Kot, Haut/Ohren, Energie, Fresslust, Auffälligkeiten) und klare „Wenn X, dann Y“-Regeln helfen dir zu entscheiden, wann du Tempo rausnimmst, einen Schritt zurückgehst oder den Tierarzt einbeziehst.
- Ein Futterkonfigurator nach Energiebedarf liefert dir eine individuell berechnete Tagesportion und Rezeptur, an der du dein Mischverhältnis ausrichten solltest, ohne „einfach bisschen mehr“ zu füttern.
- Schockgefrostete Mahlzeiten müssen bei –18 °C gelagert, langsam im Kühlschrank aufgetaut, innerhalb von 24–48 Stunden verbraucht und dürfen nicht erneut eingefroren werden, um Nährstoffe und Hygiene zu sichern.
Dein Hund reagiert auf Futter wie auf einen schlechten Drop: Bauch grummelt, Haut juckt, Output ist… sagen wir: kreativ. Wenn Futtermittelunverträglichkeit im Spiel ist, ist die Futterumstellung nicht der Moment für „Ach komm, wird schon“. Sondern für einen Plan, der euch beiden Stress spart.
In diesem Guide bekommst du genau das: eine klare Schritt-für-Schritt-Routine zum Ausschleichen, ein simples Beobachtungsfenster mit Symptom-Tracking und ein „Wenn X, dann Y“-System, wann du pausierst oder anpasst. Plus: Wie du ein individuell berechnetes Hundefutter im Konfigurator nutzt, den Futterkonfigurator nach Energiebedarf des Hundes richtig fütterst, die Portionsgröße berechnen für meinen Hund sauber ableitest – und wie du schockgefrostete Mahlzeiten richtig lagern kannst, damit Nährstoffe da bleiben, wo sie hingehören: im Napf.
Erst kurz Klarheit: Was soll die Umstellung eigentlich lösen?
Bei Unverträglichkeiten ist das Ziel nicht „neues Futter, who dis?“, sondern:
- Verdauung beruhigen (Kot, Blähungen, Bauchgrummeln)
- Haut & Fell entlasten (Juckreiz, Rötungen, Ohren)
- Energie & Stimmung stabilisieren (weniger Unruhe, mehr Wohlfühl-Vibes)
- Risiko von Nährstoffdefiziten senken, weil du nicht planlos rumprobierst
Wichtig: Bei sehr starken Symptomen (wässriger Durchfall, Erbrechen, deutliche Schlappheit, Blut im Kot) brich nicht heldenhaft durch – Tierarzt checken lassen.
Vorbereitung in 10 Minuten: Damit die Futterumstellung wirklich smooth läuft
Bevor du mischst, mach dir diese Mini-Basics ready:
- Eine Waage (Küchenwaage reicht) oder ein Messbecher mit Gramm-Angabe
- Ein Notiz-Setup fürs Symptom-Tracking (Notizen-App oder Zettel am Kühlschrank)
- Gefrier- und Kühlschrank-Plan, wenn du frisches Futter nutzt
- Konstante Fütterungszeiten (nicht perfekt, aber wiederholbar)
Merksatz: Bei der Umstellung bleibt die Gesamtmenge pro Tag gleich – du änderst nur das Mischverhältnis alt/neu. Das macht’s für den Darm deutlich entspannter.
Der 10-Tage-Plan: Futterumstellung bei Futtermittelunverträglichkeit Hund (Ausschleichen statt Schockwechsel)
Für sensible Hunde ist eine sanfte Umstellung über 7–10 Tage ideal – sehr sensible Kandidaten dürfen auch 2–3 Wochen bekommen.
So sieht der Standard-Mix aus (10 Tage)
- Tag 1: 90% alt + 10% neu
(Wenn dein Hund sehr robust ist, kannst du auch mit 75–80% alt / 20–25% neu starten.) - Dann steigerst du den neuen Anteil täglich um ca. 10% – oder alle 2–3 Tage, wenn dein Hund super empfindlich ist.
Mini-Workflow: So mischst du ohne Rechen-Overload
- Tagesportion festlegen (z. B. 400 g/Tag).
- Mischverhältnis wählen (z. B. Tag 5 = 50/50).
- Umrechnen:
- 50% von 400 g = 200 g alt
- 50% von 400 g = 200 g neu
- In 2 Mahlzeiten teilen, wenn du magst (z. B. 2 × 200 g total).
Beobachtungsfenster & Symptom-Tracking: Damit du nicht im Dunkeln tappst
Bei einer Futterumstellung bei Futtermittelunverträglichkeit Hund ist Tracking dein bester Buddy. Nicht fancy – nur konsequent.
Was du täglich trackst (2 Minuten, reicht!)
Notiere einmal pro Tag (oder kurz nach dem Gassi):
- Kotkonsistenz (fest / weich / breiig / wässrig)
- Haut & Ohren (mehr Kratzen? Rötungen? Geruch?)
- Energielevel (normal / müde / hibbelig)
- Fresslust (frisst gern / zögerlich / verweigert)
- Auffälligkeiten rund um die Mahlzeit (Schmatzen, Bauchgrummeln, Unruhe)
Real Talk: Leichte Anpassungsreaktionen können passieren – wichtig ist, dass sie schnell abklingen.
Wenn X, dann Y: Wann du pausierst oder anpasst
- Wenn der Kot 1 Tag weicher ist, aber dein Hund sonst fit wirkt:
→ Tempo rausnehmen: bleib 1–2 Tage beim aktuellen Mischverhältnis. - Wenn Durchfall länger als 2 Tage anhält:
→ Zurück zum vorherigen Verhältnis (z. B. von 50/50 zurück auf 75/25) und beobachten.
→ Tierarzt kontaktieren, wenn es nicht zügig besser wird. - Wenn Erbrechen, starke Bauchschmerzen, deutliche Appetitlosigkeit:
→ Stopp & Tierarzt. Nicht weiter „durchziehen“.
Merksatz: Du willst Fortschritt, nicht Speedrun. Gerade bei sensiblen Hunden gewinnt der, der langsam sauber spielt.
Futterkonfigurator nach Energiebedarf des Hundes nutzen: So stellst du die Basis richtig ein
Wenn du dir ein neues Futter zusammenstellst, ist „passt schon“ keine Strategie. Der Konfigurator hilft dir, den Bedarf sauber zu treffen – besonders wichtig, damit du während der Umstellung nicht aus Versehen zu viel oder zu wenig fütterst.
Praktische Anleitung: individuell berechnetes Hundefutter im Konfigurator
- Konfigurator starten (z. B. auf howly-bowly.de).
- Daten eingeben:
- Alter
- Gewicht / Wohlfühlgewicht
- Aktivitätslevel (wenig aktiv bis sehr aktiv)
- Unverträglichkeiten/Allergien
- Ergebnis checken:
- Kalorien-/Energiebedarf
- Vorschlag für Rezeptur & Tagesportion
- Bestellen und Umstellungsplan darauf aufbauen.
Wichtig für die Umstellung: Die berechnete Tagesportion bleibt konstant – du ersetzt nur schrittweise „alt“ durch „neu“.
Portionsgröße berechnen für meinen Hund: So vermeidest du Chaos im Napf
Du willst zwei Dinge gleichzeitig: Symptome beruhigen und deinen Hund bedarfsgerecht versorgen.
Quick-Check: Daran merkst du, dass die Portionsgröße passt
- Gewicht bleibt stabil (oder bewegt sich kontrolliert Richtung Wohlfühlgewicht)
- Energie ist gleichmäßig (nicht dauerhungrig, nicht „Food-Koma“)
- Kot ist geformt und regelmäßig
- Fell/Haut werden eher besser als schlechter
Häufiger Fehler (und wie du’s besser machst)
Fehler: Während der Umstellung „einfach bisschen mehr“ geben, weil der Hund mäkelig frisst.
Besser:
- Gesamtmenge gleich lassen
- lieber Mischtempo reduzieren oder Mahlzeiten aufteilen (z. B. 3 kleinere Portionen), statt die Grammzahl hochzuschrauben.
Schockgefrostete Mahlzeiten richtig lagern: Nährstoffe behalten, Umstellung planbar machen
Frische, schockgefrostete Mahlzeiten sind super praktisch – wenn du sie richtig behandelst. Dann bleibt’s nährstoffschonend und sicher.
Lagerung & Auftauen: Dein No-Stress-Protokoll
- Direkt bei –18 °C lagern (Gefrierschrank, nicht „mal kurz im Kühlschrank parken“)
- Langsam im Kühlschrank auftauen, nicht bei Raumtemperatur
- Nach dem Auftauen innerhalb von 24–48 Stunden verbrauchen
- Nie wieder einfrieren (Qualität & Nährstoffe leiden, außerdem Hygiene-Risiko)
Mini-Workflow für den Alltag
- Abends: Portion für morgen in den Kühlschrank legen
- Morgens: Napf füllen, Rest wieder direkt kalt stellen
- Wenn du unterwegs bist: Kühltasche nutzen, nicht „warm werden lassen“
Merksatz: Kaltkette = Quality-Chain. Je sauberer du lagerst, desto weniger Nebenkriegsschauplätze bekommt der Darm.
Typische Umstellungs-Hürden (und wie du sie easy löst)
„Ich hab Angst, was falsch zu machen.“
Mach’s klein:
- Starte mit 10–20% neu
- Tracke 3–5 Dinge (siehe Liste)
- Passe nur eine Variable an (Tempo, nicht alles gleichzeitig)
„Ich hab keine Zeit für Tracking.“
Dann mach die 30‑Sekunden-Version:
- Kot (ok/so lala/nicht ok)
- Juckreiz (mehr/weniger)
- Fresslust (gut/schlecht)
Mehr brauchst du am Anfang nicht.
„Mein Hund ist super sensibel.“
Gönn ihm den Long-Game-Modus:
- Steigerung nur alle 2–3 Tage
- Bei Mini-Symptomen nicht weiter pushen, sondern halten
Fazit: So wird deine Futterumstellung planbar (und dein Hund bekommt wieder gute Vibes)
Wenn du jetzt loslegen willst, geh so vor:
- Tagesportion festlegen (am besten über einen Konfigurator nach Energiebedarf)
- 10‑Tage‑Ausschleichplan starten (oder 2–3 Wochen bei sehr sensiblen Hunden)
- Täglich tracken: Kot, Haut, Energie, Appetit – kurz und ehrlich
- Bei Problemen Tempo rausnehmen: Mischverhältnis halten oder einen Schritt zurück
- Schockgefrostete Mahlzeiten richtig lagern: –18 °C, im Kühlschrank auftauen, nicht wieder einfrieren
Dein nächster Schritt (heute): Schreib die aktuelle Tagesportion auf, starte dein Tracking (einfach Notiz-App) und plane Tag 1 mit 90/10 oder 80/20. Ein kleiner Start ist nicht „zu wenig“ – er ist genau der Move, der die Umstellung wirklich durchziehbar macht.
Häufige Fragen zum Thema
Wie lange sollte ich für die Futterumstellung bei einer Futtermittelunverträglichkeit einplanen?
Für die meisten Hunde ist eine sanfte Umstellung über 7–10 Tage ideal. Sehr sensible Hunde profitieren von einem längeren Zeitraum von 2–3 Wochen, in dem der Anteil des neuen Futters langsam gesteigert wird.
Wie mische ich altes und neues Futter konkret, ohne mich zu verrechnen?
Lege zuerst die gesamte Tagesportion fest (z. B. 400 g pro Tag) und wähle dann das Mischverhältnis (z. B. 50 % alt / 50 % neu). Daraus machst du einfache Grammangaben (200 g alt + 200 g neu) und teilst sie bei Bedarf auf zwei Mahlzeiten auf.
Welche Symptome sollte ich während der Umstellung beobachten und wie reagiere ich darauf?
Täglich wichtig sind Kotkonsistenz, Haut/Ohren, Energielevel, Fresslust und Auffälligkeiten rund um die Mahlzeit. Werden Symptome kurzzeitig leicht schlechter, nimm Tempo raus und halte das aktuelle Mischverhältnis, bei anhaltendem Durchfall, Erbrechen oder deutlicher Schlappheit brichst du ab und kontaktierst den Tierarzt.
Wie nutze ich einen Futterkonfigurator nach Energiebedarf richtig für meinen Hund?
Du gibst Daten wie Alter, (Wohlfühl-)Gewicht, Aktivitätslevel und bekannte Unverträglichkeiten ein und erhältst eine Empfehlung zu Energiebedarf, Rezeptur und Tagesportion. Während der Umstellung bleibt diese berechnete Tagesgesamtmenge gleich, du ersetzt nur schrittweise das alte durch das neue Futter.
Woran erkenne ich, ob die Portionsgröße für meinen Hund passt?
Die Portionsgröße stimmt, wenn das Gewicht stabil bleibt (oder kontrolliert Richtung Wunschgewicht geht), der Hund gleichmäßige Energie hat, der Kot geformt und regelmäßig ist und Haut/Fell eher besser als schlechter werden. Bei Problemen solltest du nicht „einfach mehr geben“, sondern das Umstellungstempo anpassen oder Mahlzeiten aufteilen.
Wie lagere und taue ich schockgefrostete Mahlzeiten richtig auf?
Schockgefrostetes Futter wird dauerhaft bei –18 °C im Gefrierschrank gelagert und langsam im Kühlschrank aufgetaut. Nach dem Auftauen sollte es innerhalb von 24–48 Stunden verbraucht, nicht erneut eingefroren und bei Unterwegs-Fütterung möglichst kühl gehalten werden.
Was kann ich tun, wenn mein Hund besonders sensibel auf Futterwechsel reagiert oder ich unsicher bin?
Bei sehr sensiblen Hunden steigerst du den Anteil des neuen Futters nur alle 2–3 Tage und pausierst bei kleineren Symptomen statt weiter zu erhöhen. Wenn du unsicher bist, mach es bewusst klein (10–20 % neu, kurzes tägliches Tracking) und passe immer nur eine Variable: das Tempo, nicht gleichzeitig Menge und Zusammensetzung.




