Portionsgröße berechnen: Futterumstellung bei Futtermittelunverträglichkeit - Howly Bowly

Portionsgröße berechnen: Futterumstellung bei Futtermittelunverträglichkeit

12. Dezember 2025
Praxisleitfaden für Hundebesitzer:innen, die bei einer Futtermittelunverträglichkeit ihres Hundes die Portionsgröße richtig berechnen und das Futter strukturiert umstellen möchten. Der Beitrag zeigt dir Schritt für Schritt, wie du mit dem Howly Bowly Futterkonfigurator nach Energiebedarf deines Hundes die passende Tagesration in Gramm ermittelst, einen 7–10-Tage-Plan zur Futterumstellung umsetzt, schockgefrostete Mahlzeiten korrekt lagerst und auftauen lässt und typische Probleme wie Fressverweigerung oder weichen Kot erkennst und löst. So kannst du gezielt geeignete Rezepturen auswählen, Unverträglichkeiten berücksichtigen und die Ernährung deines Hundes in den nächsten Wochen stressarm und nachvollziehbar umstellen.

Dein Hund kratzt sich ständig, hat immer wieder Durchfall oder wirkt einfach „nicht so richtig fit“ – und du vermutest das Futter als Ursache? Dann ist eine gezielte Futterumstellung bei Futtermittelunverträglichkeit (Hund) oft ein wichtiger Schritt, um ihm gezielt zu helfen.

Damit das nicht im Chaos endet („Wie viel Futter braucht er jetzt?“, „Wie lagere ich das?“, „Was, wenn er das neue Futter nicht verträgt?“), schauen wir uns hier ganz praktisch an:

  • wie du die Portionsgröße berechnen kannst,
  • wie der Futterkonfigurator nach Energiebedarf des Hundes dir Arbeit abnimmt,
  • wie du schockgefrostete Mahlzeiten richtig lagern und füttern kannst,
  • und wie individuell berechnetes Hundefutter im Konfigurator Unverträglichkeiten direkt berücksichtigt.

Am Ende dieses Artikels weißt du ganz genau, was du heute, diese Woche und in den nächsten Wochen tun kannst, um die Ernährung deines Hundes Schritt für Schritt umzustellen – stressarm für den Hund und machbar für dich.


Schritt 1: Klarheit – wo steht ihr gerade?

Bevor du irgendetwas umstellst, schaff dir einen Überblick. Nur so kannst du später erkennen, ob es deinem Hund wirklich besser geht.

Starte mit einer Mini-Bestandsaufnahme:

  1. Aktuelles Futter notieren
  • Marke, Sorte, Proteinquelle (z. B. Huhn, Rind, Lamm)
  • Trocken, Nass, BARF, Selbstgekocht?
  1. Symptome festhalten
  • Haut: Juckreiz, Rötungen, Hotspots?
  • Verdauung: Durchfall, Blähungen, weicher Kot, Erbrechen?
  • Allgemein: Matt, unruhig, vermehrtes Lecken der Pfoten?
  1. Zeitpunkt & Häufigkeit
  • Seit wann treten die Symptome auf?
  • Täglich, gelegentlich oder schubweise?

Schreib dir das am besten kurz auf (Zettel, Handy-Notiz).
Diese Infos helfen dir:

  • beim Ausfüllen des Konfigurators,
  • bei Gesprächen mit der Tierärztin/dem Tierarzt,
  • und später beim Vergleich: „Ist es besser geworden?“

Schritt 2: Portionsgröße berechnen – die Basis für alles

Eine der häufigsten Fragen bei der Futterumstellung:
„Wie kann ich die richtige Portionsgröße berechnen für meinen Hund?“

Zu viel Futter = Gewichtszunahme, träge, Gelenke belastet.
Zu wenig Futter = Hunger, Gewichtsverlust, mögliche Mangelversorgung.

So gehst du vor – mit und ohne Konfigurator

Option A: Du nutzt den Futterkonfigurator nach Energiebedarf des Hundes

Das ist die einfachste und sicherste Variante.

Im Howly Bowly Futterkonfigurator gibst du ein:

  • Gewicht deines Hundes
  • Alter
  • Aktivitätslevel (Couch-Potato, normal aktiv, Sporthund …)
  • Kastriert oder nicht
  • bekannte Allergien/Unverträglichkeiten

Daraus berechnet der Konfigurator:

  • den individuellen Energiebedarf
  • die tägliche Futtermenge in Gramm
  • und teilt sie – wenn du magst – direkt auf 2–3 Mahlzeiten am Tag auf

Du musst die Portionsgröße nicht kompliziert selbst berechnen – der Konfigurator macht das auf Basis ernährungsphysiologischer Richtwerte und der Rezepturen.

Konkreter Next Step:
Öffne den Konfigurator, gib deine Daten ein und notiere dir:

  • Tagesmenge (z. B. 400 g/Tag)
  • Menge pro Mahlzeit (z. B. 2× 200 g oder 3× ca. 135 g)

Option B: Du willst ein grobes Gefühl für die Berechnung

Wenn du das Prinzip dahinter verstehen willst:

  • Der Energiebedarf hängt vor allem von Gewicht, Aktivität und Alter ab.
  • Kleine, sehr aktive Hunde haben häufig pro Kilogramm mehr Bedarf als große, eher gemütliche Hunde.
  • Der Konfigurator übersetzt diesen Bedarf in konkrete Gramm Futter, die zu den jeweiligen Rezepturen passen.

Wichtig für die Praxis:
Halte dich an die berechnete Menge und beobachte deinen Hund in den ersten 2–4 Wochen:

  • Nimmt er zu? → Menge leicht reduzieren (ca. 10–15 %)
  • Nimmt er ab oder wirkt ständig hungrig? → Menge leicht erhöhen (ca. 10–15 %)

Schritt 3: So funktioniert die Futterumstellung bei Futtermittelunverträglichkeit (Hund)

Wenn dein Hund empfindlich reagiert, ist eine langsame, strukturierte Umstellung Gold wert.
Ein klassischer Fahrplan sieht so aus:

7–10-Tage-Plan zur Umstellung

  • Tag 1–3: 25 % neues Futter + 75 % altes Futter
  • Tag 4–6: 50 % neues Futter + 50 % altes Futter
  • Tag 7–9: 75 % neues Futter + 25 % altes Futter
  • Tag 10: 100 % neues Futter

So setzt du es praktisch um:

  1. Berechne die Tagesration (z. B. 400 g/Tag, davon 2 Mahlzeiten).
  2. Mische nach Prozenten:
  • Tag 1–3: 100 g neu + 300 g alt
  • Tag 4–6: 200 g neu + 200 g alt
  • Tag 7–9: 300 g neu + 100 g alt
  • Ab Tag 10: 400 g neu
  1. Verteile die Mischung auf die Mahlzeiten (z. B. morgens und abends je die Hälfte).

Wichtig:
Wenn dein Hund sehr empfindlich ist oder schon lange Probleme hat, kannst du jeden Abschnitt auch auf 4–5 Tage verlängern. Beobachte:

  • Kotkonsistenz
  • Hautzustand
  • Verhalten (mehr Energie, entspannter, weniger Kratzen?)

Schritt 4: Individuell berechnetes Hundefutter im Konfigurator – so werden Unverträglichkeiten berücksichtigt

Der große Vorteil eines individuell berechneten Hundefutters im Konfigurator:
Du musst nicht selbst rätseln, welche Sorte passt – der Konfigurator filtert nach deinen Angaben.

So nutzt du das ganz praktisch:

  1. Trage bekannte Unverträglichkeiten ein
  • z. B. „keine Rinderproteine“, „kein Getreide“, „kein Huhn“
  1. Wähle besondere Bedürfnisse
  • empfindliche Verdauung
  • Hautprobleme
  • Gewichtsmanagement
  1. Lass dir passende Rezepturen vorschlagen
  • hypoallergen
  • getreidefrei
  • schonend zubereitet (Sous-vide, dann schockgefrostet)
  1. Starte mit einer Sorte
  • Gerade bei Futtermittelunverträglichkeit ist es sinnvoll, zunächst bei einer klaren Proteinquelle zu bleiben, z. B. nur Lamm oder nur Fisch.
  • So kannst du besser erkennen, wie dein Hund reagiert.

Praxis-Tipp:
Notier dir die neue Rezeptur (Proteinquelle, Zusammensetzung). Wenn es deinem Hund besser geht, weißt du genau, was gut funktioniert – und kannst bei Bedarf später bewusst eine zweite Sorte ergänzen.


Schritt 5: Schockgefrostete Mahlzeiten richtig lagern und füttern

Damit die hochwertigen, schonend gegarten Mahlzeiten auch beim Napf so gut sind wie bei der Herstellung, ist die Lagerung entscheidend.

So lagerst du schockgefrostete Mahlzeiten richtig

  • Tiefkühler mit mindestens -18 °C nutzen
    Lagere die Portionen im Gefrierfach/Tiefkühlschrank, idealerweise in der Originalverpackung.
  • Übersicht behalten
    Staple die Pakete so, dass du sie nach Datum oder Sorte sortieren kannst (z. B. ältere Päckchen nach vorne).
  • Auftauen
  • Gewünschte Menge am Vortag in den Kühlschrank legen
  • Alternativ bei Zimmertemperatur auftauen – aber nicht in der Sonne oder auf der Heizung
  • Nicht in der Mikrowelle komplett erhitzen, weil das Nährstoffe schädigen kann
  • Nach dem Auftauen
  • Innerhalb von 24 Stunden verfüttern
  • Reste im Kühlschrank lagern, kühl und abgedeckt
  • Futter, das komisch riecht oder warm geworden ist, lieber entsorgen

Merksatz:
Gefroren lagern, im Kühlschrank auftauen, innerhalb von 24 Stunden füttern.


Schritt 6: Typische Hürden – und wie du sie clever löst

Natürlich läuft eine Futterumstellung nicht immer wie im Lehrbuch. Hier ein paar Klassiker – und konkrete Lösungen.

„Mein Hund frisst das neue Futter nicht“

  • Mischverhältnis verlangsamen
    Bleib länger bei 25 % neu / 75 % alt oder geh sogar zurück, wenn er verweigert.
  • Auf Zimmertemperatur bringen
    Futter auf Zimmertemperatur aufwärmen, dann riecht und schmeckt es intensiver.
  • Zeit geben
    Biete das Futter an, stell es nach 20–30 Minuten wieder weg, wenn er nicht frisst.
    Kein ständiger Wechsel – das macht es meist nur schlimmer.

„Mein Hund hat erstmal weicheren Kot“

Gerade bei der Futterumstellung kann weicher Kot vorkommen, ohne dass das Futter grundsätzlich ungeeignet ist.

  • Tempo anpassen
    Bleib einige Tage länger in einem Mischverhältnis, bis sich der Kot stabilisiert.
  • Nicht ständig die Sorte wechseln
    Gib dem Körper Zeit, sich auf das neue Futter einzustellen.
  • Bei Durchfall über mehrere Tage oder Blut im Kot: Tierarzt kontaktieren.

„Ich habe Angst, dass ich etwas falsch mache“

Du musst kein:e Ernährungsexpert:in sein – du brauchst nur einen klaren Plan.

Fokussiere dich auf drei Dinge:

  1. Passende Rezeptur (Unverträglichkeiten im Konfigurator angeben)
  2. Stufenweise Umstellung (7–10-Tage-Plan)
  3. Realistische Portionsgröße (vom Konfigurator berechnen lassen und beobachten)

Wenn du diese drei Punkte beachtest, bist du bereits auf einem sehr guten Weg.


Fazit: Dein Fahrplan für die nächsten Wochen

Noch einmal kurz und knackig zusammengefasst:

  1. Bestandsaufnahme machen
    Symptome, aktuelles Futter und Menge notieren.
  2. Futterkonfigurator nutzen
  • Daten deines Hundes eintragen
  • Unverträglichkeiten angeben
  • Portionsgröße berechnen lassen und Tagesmenge aufschreiben
  1. Futterumstellung planen
  • 7–10-Tage-Plan vorbereiten
  • Mischverhältnisse pro Tag festlegen
  • ggf. Kalender/Notiz erstellen
  1. Schockgefrostete Mahlzeiten richtig lagern
  • bei -18 °C einfrieren
  • rechtzeitig im Kühlschrank auftauen
  • innerhalb von 24 Stunden verfüttern
  1. Beobachten & feinjustieren
  • Kot, Haut, Energielevel im Blick behalten
  • Futtermenge bei Bedarf um 10–15 % anpassen
  • bei starken oder anhaltenden Problemen Tierarzt hinzuziehen

Wenn du jetzt loslegen willst:

  • Nimm dir 10–15 Minuten,
  • öffne den Futterkonfigurator,
  • gib die Daten deines Hundes ein und lass dir die individuell berechnete Futtermenge und passende Rezeptur anzeigen.

Das ist dein erster, sehr konkreter Schritt zu einer Ernährung, die deinem Hund guttut – und dir das gute Gefühl gibt, wirklich etwas für seine Gesundheit zu tun.

Häufige Fragen zum Thema

Wie berechne ich die richtige Portionsgröße für meinen Hund bei der Futterumstellung?

Du kannst die Tagesration über den Howly Bowly Futterkonfigurator berechnen lassen. Dort gibst du Gewicht, Alter, Aktivitätslevel, Kastrationsstatus und Unverträglichkeiten ein und erhältst eine konkrete Gramm-Empfehlung pro Tag und – auf Wunsch – pro Mahlzeit. In den ersten 2–4 Wochen beobachtest du Gewicht und Verhalten deines Hundes und passt die Menge bei Bedarf um ca. 10–15 % nach oben oder unten an.

Wie stelle ich das Futter bei Futtermittelunverträglichkeit meines Hundes Schritt für Schritt um?

Plane eine langsame, strukturierte Umstellung über 7–10 Tage mit steigenden Anteilen des neuen Futters. Typisch ist: Tag 1–3: 25 % neu / 75 % alt, Tag 4–6: 50/50, Tag 7–9: 75 % neu / 25 % alt, ab Tag 10: 100 % neu. Wenn dein Hund sehr empfindlich ist, kannst du jeden Abschnitt auf 4–5 Tage verlängern und Kot, Haut und Verhalten genau beobachten.

Wie hilft mir der Futterkonfigurator bei Allergien und Unverträglichkeiten meines Hundes?

Im Konfigurator gibst du bekannte Unverträglichkeiten (z. B. kein Rind, kein Getreide, kein Huhn) und besondere Bedürfnisse wie empfindliche Verdauung, Hautprobleme oder Gewichtsmanagement an. Auf dieser Basis werden nur passende Rezepturen vorgeschlagen, etwa hypoallergen, getreidefrei oder besonders schonend zubereitet. So musst du nicht selbst alle Sorten durchgehen und kannst gezielt eine passende, klare Proteinquelle wählen.

Was mache ich, wenn mein Hund das neue Futter nicht frisst oder weichen Kot bekommt?

Frisst er schlecht, verlangsamt du das Mischverhältnis (z. B. länger bei 25 % neu / 75 % alt bleiben oder einen Schritt zurückgehen) und bietest das Futter in Ruhe an, maximal 20–30 Minuten. Bei weicherem Kot passt du ebenfalls das Tempo an und wechselst nicht ständig die Sorte, damit sich der Körper anpassen kann. Hält Durchfall mehrere Tage an oder ist Blut im Kot, solltest du eine Tierärztin oder einen Tierarzt hinzuziehen.

Wie lagere und verfüttere ich schockgefrostete Hundefutter-Portionen richtig?

Schockgefrostete Mahlzeiten sollten bei mindestens -18 °C im Tiefkühler, idealerweise in der Originalverpackung, gelagert werden. Zum Füttern taust du die benötigte Menge am besten über Nacht im Kühlschrank auf und verfütterst sie innerhalb von 24 Stunden. Erwärme das Futter nicht komplett in der Mikrowelle und entsorge Portionen, die komisch riechen oder warm geworden sind.

Woran erkenne ich, ob die neue Fütterung meinem Hund guttut?

Vergleiche deinen Hund mit der Bestandsaufnahme vor der Umstellung: Beobachte Kotkonsistenz, Hautbild (Juckreiz, Rötungen, Hotspots) und allgemeines Verhalten (Energie, Ruhe, Pfotenlecken). Bessern sich diese Punkte über einige Wochen und bleibt das Gewicht stabil (ggf. mit kleiner Mengenanpassung), spricht das für eine passende Fütterung. Bei anhaltenden oder starken Problemen solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Ich habe Angst, bei der Futterumstellung etwas falsch zu machen – worauf muss ich mich wirklich konzentrieren?

Wesentlich sind drei Dinge: eine passende Rezeptur (Unverträglichkeiten im Konfigurator angeben), eine stufenweise Umstellung (7–10-Tage-Plan mit ggf. verlängerten Phasen) und eine realistische, beobachtete Portionsgröße. Wenn du diese Schritte befolgst und deinen Hund in den ersten Wochen aufmerksam beobachtest, bist du auf einem sehr guten und sicheren Weg.

Das könnte Dir auch gefallen